Archiv der Kategorie 'Games'

Man soll aufhören, wenn’s am Schönsten ist.


(via zefrank)

Kurzweil: Majesty of Colors

Auf cthulhu.de habe ich dieses kleine Browsergame gefunden:


The Majesty of Colors

Erlebt wie es ist, die Wasseroberfläche aus der Sicht eines Tentakelmonsters zu sehen und trefft Entscheidungen (mit fünf unterschiedlichen Enden!).

Der Schöpfer des Cthulhu-Mythos an den das Spiel, aber vor allem das Blog anlehnt (und diverse Kurzgeschichten) ist H. P. Lovecraft, eigentlich ein ziemlich unangenehmer, rassistischer und verschrobener Kerl. Aber aus zwei Gründen, neben seinen beeindruckenden Geschichten, ist er interessant:

1. Gründen seine Geschichten auf dem Horror, der die Menschen erfasst, als sie begreifen, dass Universum groß, leer und sinnlos ist und eben nicht ein von Gott erschaffener Themenpark mit Paradies, Jungfrauen oder heiligem Krieg.

2. Aufgrund seiner Entrücktheit und Glorifizierung von Erhabenheit, Kunst und Wissenschaft, war er zeit seines Lebens Monarchist, da er glaubte, nur diese Form von gesellschaftlichen Zusammenseins könnte garantieren, dass nicht alles entleert, nicht alles banal wird. Später in seinem Leben war er aber überzeugt, dass auch der Sozialismus, diese Qualität hätte und aus anderen Gründen vermutlich vorzuziehen sei. (mehr…)

Das galaktische Proletariat

Ein Jammer, dass Kosmosis (via) eines der wenigen Spiele mit sozialistisch/kommunistischem Bezug ist: Eine kleine rote Kugel fliegt durch das All und versucht kleine blaue (Proletariat) einzufangen und auch zu roten Kugeln zu machen. Wenn es genug sind, wird der Streik ausgerufen und die grünen reaktionären Kästen zerschlagen.
Ein ähnliches Spiel findet sich unter dem Titel „One is enough – but many have the power“ in den Ubuntu-Paketquellen.

Leider geht der Unterhaltungswert des Spiels gegen Null, die Steuerung ist mies, der Sound anstrengend und die Grafik öde. Schade, dass es so wenige Spiele im emanzipatorischen Kontext gibt, gehört spielen doch einfach zum Alltag dazu.

Antikommunistische Propaganda in PC-Spielen

Vielleicht kennt die ein oder andere das Spiel „Red Faction“ über einen ArbeiterInnenaufstand auf dem Mars. Der zweite Teil spielt auf der Erde, wo sich die Red Faction anschickt die Gewaltdiktatur zu stürzen.
Im dritten Teil, der letztes Jahr unter dem Titel „Red Faction: Guerilla“ erschienen ist, beginnt der nationale antiimperialistische Befreiungskampf auf dem Mars.

Der zweite Teil enthält ein Parade-Beispiel für anti-kommunistische Propaganda, mit dem Unterschied, dass die Spielerin zur verunglimpften Gruppierung gehört.

Fragt sich ob so agitiert werden kann, denn der Rest des Spiels ist eher mäßig und die sozialrevolutionäre Gesinnung des Entwicklungsstudios darf auch bezweifelt werden. Trotzdem ist auch dies eins der wenigen Beispiele für revolutionäre Aktion in Computerspielen.