Archiv der Kategorie 'Bilder'

In welcher Stadt wollen wir leben?

Eine kleine Auswahl dis_utopischer Stadtansichten.
Paris im Jahr 3000
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Gegen die Moderne

Astronaut im Waschsalon von Hunter Freeman via bestbookmarks

Ein Kommentar zu „Internet und Bewusstsein“, der sonst nicht gelesen werden würde. Aber aufgrund seiner Melancholie will ich den nicht vorenthalten.

„[…] kaum ein fortschrittlicher Gedanke.“ Und wie sähe dieser aus? Bin hier per Scroogle gelandet: Blogs, Twitter, MySpace, Facebook, YouTube (Zeitverbraten^3) und den ganzen Dreck nutze ich nicht: Wikipedia ist meistens ein Gräuel, nur gut für einen kleinen Überblick. So wie es zur Zeit aussieht, haben diejenigen, die immer als „Pessimisten“ verschrien werden, recht: es bildet sich etwas neues heran – ein neuer Mensch –, der eben neu, aber dadurch noch nicht besser ist. Das – vor allem „tiefe“ – Lesen scheint einer fallstaff-artigen Fresserei gewichen: auch Camille Paglia, Anfangs noch angetan von der „Popular
Culture“, hat inzwischen ihre Meinung geändert und einen Band mit, ich glaube, 43 Gedichten innerhalb von fünf Jahren erarbeitet. Dies, um dagegen zu wirken – und vor allem Junge Menschen zu gewinnen –, gegen eine Kultur, da das Bild sowie vielleicht noch der kurze, vier
Wörter umfassende und fettgedruckte Satz den Geist prägen. Aber dies ist nur ein Beispiel, und hier spielen sicherlich für Paglia auch eigene Erinnerungen an Ihre Jugendzeit – die 60er und 70er – eine Rolle: die Zeit der Beats, der kunstschaffenden; der in San Francisco und New York in den Cafes Herumhängenden, die sich mit ein paar einfachen Jobs über Wasser hielten, was heute ebenfalls unmöglich geworden ist usw. usw. usw.
(http://www.themorningnews.org/archives/birnbaum_v/camille_paglia.php)

Geistesgrößen blieben seit dem Siegeszug des Kapitalismus und der Technik – vor allem in den letzten zwei Jahrzehnten – jedenfalls aus. – Ähnliches findet sich schon bei Kraus und Tucholsky. Brillieren kann man heute nur noch in den Wissenschaften, und auch dort nur, wo’s
das Große Geld gibt, wie ich an eigenem Leib erfahren mußte.
Im übrigen ist das Netz selbst unbenutzbar geworden, hat sich zunehmend verschlechtert. zumindest dann, wenn man wie ich seit nun beinahe 20 Jahren mit Textbrowsern – vor allem natürlich lynx, dem Besten, den wir haben, aber auch w3m – unterwegs ist: viele Seiten, auch das „Online-Banking“, das ja eigentlich eine positive Entwicklung ist, viele Seiten lassen sich also ohne grafischen Brauser und natürlich ECMAscript mit all seinen Konsequenzen (wie z. B. Ajax, diese Pest) nicht mehr nutzen. Die Wikipedia sticht hier hervor, ist aber, wie gesagt,
meist nutzlos. Hier hat die E-Mail einen großen Vorteil (die aber, wie oft dümmlich herumkrakeelt wird, keineswegs den Brief ersetzt): nach wie vor kann man hier mit einfachem Text hantieren, also weiterhin die gute Software einsetzen. Das USENET, obwohl technisch mir schon sympathischer, da auch größtenteils nur mit reinem Text hantiert wird, das USENET also war noch nie meine Sache: mir gab das nichts, mit Wildfremden über allzu
Kostbares, das durch diese Geschwätzigkeit im Grunde entweiht würde, zu reden.

Und was bleibt dann noch? Die Seiten, die von Privatpersonen in ihrer freien Zeit mühsam von Hand erstellt wurden und um ein bestimmtes Thema – Geografie, Literatur, Wissenschaftsgeschichte, Kosmologie usw. – kreisten, diese verschwinden immer mehr: entweder, weil man das Material in die Wikipedia einbaute, oder man aber – auch durch Googles fragwürdiges PageRanking – verdrängt wurden etc. etc. etc. (oder es fehlte einfach das Geld, die Energie, oder man lebte ab – bitte ausführen, es gibt noch mehr Gründe, habe jedoch keine Lust, noch mehr zu schreiben.) So beschränkt sich mein Konsum inzwischen auf die ein
oder andere Scroogle-Suche und das Durchsuchen von Antiquariaten, das in der Tat sich sehr gemausert hat und hilfreich ist: aber auch Nachteile mit sich bringt. Nicht unbedingt böswillige, aber doch auch unehrliche, zumindest schludrige Personen handeln mit kaputter, in schlechtem Zustand sich befindeder Ware, obwohl der Text anders verlauten ließ. So ist auch dies ein bloßer Kompromiß: – man hat Zugriff auf ganze Bestände dutzender Antiquariate, doch meist mit schlechter, nicht zutreffender Beschreibung; nicht oft, aber doch auch gerne mal ein Zahlhickhack usw. Dazu das Zerstören von lokalen Antiquariaten – habe in meinem Orte leider keines, würde es wohl unterstützen, wenn ich könnte. So kauft man auch gut und gerne Bücher, die man eigentlich gar nicht kaufen wollte, da man niemals – oder vielleicht erst später, durch Literaturlisten o. Ä. – von ihnen gehört hätte. So aber nimmt auch
diese und jene Ausgabe, dieses und jenes Buch, was Vor- sowie Nachteile hat: da alles Vor- sowie Nachteile hat, was eine Binsenweisheit, aber eine wichtige ist, die wohl gerne vergessen wird etc. etc. etc.

Das Andere wäre dann eben mein Brotberuf, der einmal – und auch noch immer – mein Hobby war: das Hacken*. Auch das ist in den letzten Jahren zurückgegangen, die „Communitys“ sind mir inzwischen auch fremd, teilweise garstige Leute dort. So versuche ich zur Zeit, damit es nicht „umsonst“ war (es hat auch Spaß gemacht, sicher), so versuche ich also zur Zeit, „alte“ aber eben nach wie vor sehr gute ?n*x-Software auf den „neusten Stand“ zu patchen und
weiter zu pflegen, so wie es mir möglich ist. Doch auc hdaran zweifle ich inzwischen.

Vielleicht werde ich auch nur alt, aber ich muß doch oft staunen, wie gut verarbeitet ältere Bücher – so um 1800, +/- 60 – sind: wie satt auch heute noch der Druck, die schöne Fraktuschrift, sowie überhaupt die Sprachgewalt vieler Älterer: ich fühle mich dann immer beflügelt und schlecht zugleich.

O! so erschießt mich doch! so werft mich doch weg!

* Zur Zeit auch nur Systemadministrator, davor einige Zeit Systementwickler; natürlich eine Menge Patches sowie eigene Programme in C, Assembler, Shell, Perl, Python, … das üblich Zeug eben. (Zwar etwas Technisches studiert, jedoch keine Informatik.)

Verfasst am Jul 14, 10:45 AM

Früher war halt alles besser?

Astronaut auf einer Parkbank

Was damit tun?

Vor kurzem hat ein ziemlich abgefahrenes Hotel in Singapur eröffnet. Was werden wir mit solchen Gebäuden anstellen, wenn wir irgendwann nicht mehr in der kapitalistischen Gesellschaft leben? Der Allgemeinheit zur Verfügung stellen? Lässt sich sowas in ein Hausprojekt umwandeln? Und wer darf dann in diesen Pool?
(via antiterra)

infpool1
infpool2infpool3infpool4

FEMInistLAB

Femilab - Kontrollraum Das Femilab in der Nähe von Chicago war bis letztes Jahr das Forschungszentrum mit dem größten Teilchenbeschleuniger der Welt: dem Tevatron.
Jetzt ist es vor kurzem durch den Large Hadron Collider (LHC) des CERN abgelöst worden.

Das überraschende am Femilab ist aber weder seine Architektur, noch mysteriöse bisher unentschlüsselte Briefe, sondern die Anzahl von Frauen die dort arbeitet: Knapp 40 % der beschäftigten sind Frauen, wofür das Zentrum 2006 von der Society of Women Engineers ausgezeichnet wurde. Aber auch hier gibt es seine Schattenseiten: Das Patriarchat sitzt fest im Sattel.

Trotzdem führt der Besuch einer Schulklasse zu solch schönen Ergebnissen (via geek feminism) (oder inzwischen eingedeutscht)vorhernacher1

* Among girls (14 in total), 36% portrayed a female scientist in the “before” drawing, and 57% portrayed a female scientist in the “after” drawing.
* Among boys (17 in total), 100% portrayed a male scientist in the “before” drawing, and 100% portrayed a male scientist in the “after” drawing.

100% Kartoffelpüree

Einfach weil es so schön ist. Bis wir solche Werbungen im Fernsehen sehen, wird es aber wohl noch eine Weile dauern. Solange gibts das nur auf Werbefilmfestivals.
Auf pi-news ruft „der_preusse“ schon zum Pfanni-Boykott auf.

Und auch wir sollten öfter mal ein unterhaltsames Video drehen.

Porn for Women

xkcd.com/714
license

So könnte das sein: Auto

sunny day by julian399
(gefunden auf deviantart)

Beachtet die eingeblendeten Informationen auf der Windschutzscheibe. Und hoffen wir einfach mal, dass die steuernde Person nicht allein im Fahrzeug sitzt und die Straße nicht eigentlich für Panzer gebaut wurde.