Archiv für April 2011

Warum ich kein Transhumanist bin

Webcomic: Marlowe the Monster

Keine Zeichnungen, sondern Fotos von Figuren.

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<p>via <a href=io9.com

Es geht hauptsächlich darum, das Monster Marlowe in unterschiedlichen Emotionen in die Umgebung zu stellen. Manchmal zum schmunzeln, oft eher traurig gedacht. Enjoy.

Yuri’s Night! 50 Jahre Menschen im All

banne yurisnight.com

Am 12. April vor 50 Jahren (1961) verließ zum ersten Mal ein Mensch diesen Planeten und kam (mehr oder weniger) gesund zurück: Juri Gagarin.
Überall auf der Welt feiern Fans den Jahrestag dieses Ereignisses unter dem Namen Yuris Night oder auch hier.

In Frankfurt findet aus diesem Anlass das 1. Internationale SpaceFilmFestival statt. Hier wird unter anderem bisher nie veröffentlichtes sowjetisches Filmmaterial über Gagarin gezeigt, es soll aber auch Spielfilme geben. Neben bei gibt es die Möglichkeit Raumfahrts-Russisch zu lernen. Eine Chance, die ich mir nicht entgehen lasse.

Und das wo die Ära der personalen Raumfahrt womöglich schon wieder vorbei ist.

Studi-Proteste in London

Auf dem Blog „monsters of göttingen“ gibt’s einen Erfahrungsbericht der Stürmung der konservativen Parteizentrale in London. Fasziniert stellt er der Autor fest, welche Breite der Protest hatte: Von It-Girls bis Faschos waren sie alle dabei. Das liest sich spannend und am Ende gibt’s auch die Auflösung:

Alex fiel nicht drauf rein und wollte mir’s noch weiter geben „Klar, wir hätten rufen sollen, wir wollen keine Almosen im Sinne eine repressiven Toleranz, sondern den Kommunismus! Doch dann wären wir nur 1000 Leute gewesen, keine Professoren – außer vielleicht Mouffe – hätten uns unterstützt, die Presse hätte uns ausgelacht, und in 5 Jahren wäre die weiße obere Mittelschicht alleine an den Unis wie vor 50 Jahren und hätte das erreicht, was die Faschisten heute fordern … Aber wir Linken hätte immerhin unsere intellektuell-moralische Integrität behalten.“

Und schließlich bemerkte er im schönsten Oxford Englisch ganz trocken: „Wasn’t it a German who said ‚politics is the art of the possible‘?“ „Yes, Germans are assholes even if they thought pragmatically as the English do.”

Klar, die Diskussion ist hier verkopft. Zu recht wird oft beklagt, dass kein Mensch linke Flyer versteht. Bündnispolitik wird hingegen heftig diskutiert.
Ob es tatsächlich so einfach ist? Was sagt die Interventionistische Linke dazu?

auch schnell notiert: Israelsolidarität in Warnemünde

Oha. Pixelutopia amüsiert sich gerade auf blogspot über die Antifa Warnemünde und teilt ihr den Deppenscore 17,5 zu. Ich finde, er macht es sich an einigen Stellen zu einfach.

Zu These I.2, dass zum Marx’schen Imperativ „alle Verhältnisse umzustoßen, in denen lalala“ sich nach Auschwitz auch immer Adornos das es sich nicht „wiederhole, nichts ähnliches geschehe“ gesellen müsse, mehr noch, dass letzterer sogar ersteren „umstülpe“, schreibt pixelutopia: „Kann ich nicht doch ein bisschen Holocaust zu meinem Kommunismus haben?“
Also auch ich Stimme Adorno zu, dass wir heute diesen kategorischen Imperativ befolgen müssen. Und wenn wir uns überlegen, was Auschwitz mit dem Menschen als „geknechtetes, verächtliches Wesen“ zu tun hat, und welche Bedingungen der Nationalsozialismus hat, dann ist es doch gar nicht so weit hergeholt. Wie sonst soll denn dauerhaft ein zweites Auschwitz verhindert werden, wenn nicht nur durch die menschliche Emanzipation? Gleichzeitig steckt im politisierenden Engagement, dass die Sachzwänge dekonstruiert und den Willen an ihre Stelle setzt, die Gefahr des „Umschlagens“. Auch im NS wurde Politik gemacht und zwar anders, als in der BRD. Es hat sich nicht einfach so aus Prozessen ergeben, sondern ist das Ergebnis einer historischen Intervention.
Deswegen ist es völlig berechtigt, keineswegs trivial und auch leider keine Selbstverständlichkeit, darauf hinzuweisen, dass sich Auschwitz nicht wiederholen darf und dass das was mit Kommunismus zu tun hat. Zu sagen: Nationalsozialismus ist kein Kommunismus/Sozialismus und in Auschwitz wurden auch Linke getötet, ist zwar richtig, aber als Replik auf die These völlig fehl am Platz.

Zu These II.4

4. Grundbedingung des Konzeptes Antifa ist die Forderung nach Waffen für Israel. Alle andere Israel-Solidarität ist Quark.

Hier ist pixelutopias Antwort sehr komisch. Allerdings will ich auch was zur „Rettung“(?) der These sagen. Also ob das die Grundbedingung des Konzepts Antifa ist, sei erstmal dahingestellt, der zweite Satz hingegen stimmt: Alle andere Israel-Solidarität ist Quark. Wer also „israelsolidarisch“ sein will, kann nicht prinzipiell gegen „Waffen für Israel“ sein. Allerdings ist das ein Phänomen, dass in meiner subjektiven Wahrnehmung zunehmend beobachtbar ist.
Nicht zu verwechseln mit: Alles was Israel macht, ist zu befürworten.

Im Anschluss wird die These Antifa=Israelsolidarität nochmal betont (und mit +USA-Sympathie ergänzt). Pixelutopia lässt hier zwei Deppenpunkte springen und spricht von Relativierung. Klar ist es Käse die USA als ewigen Hort des Antifaschismus zu sehen (und noch größerer Quatsch sie als das Gegenteil zu betrachten), und auch, dass es keinen „dritten Antifa-Weg“ gäbe, ist unhaltbar. Ich glaube aber, mit dem „dritten Weg“ ist etwas anderes gemeint. Die Alternativlosigkeit mit der diese These von AANO aber dargestellt wird, ist absurd. Da muss schon mehr kommen, um sie zu begründen (was unter bestimmten, gegebenen, Umständen möglich ist).
Und was pixelutopia gegen „Gewalt“ hat, wenn sie im Sinn der „eigenen Sache“ ist, wüsste ich auch gern.

Und jetzt noch ein paar Sachen herausgegriffen:

Die deutsche Wunderwaffe nach Auschwitz ist der antiimperialistische Frieden, der in seiner Langzeitwirkung bedrohlicher ist als jede militärische Intervention.

Dass Deutschland diese Strategie fährt, stimmt. Z.B. in Afghanistan, wo die BRD versuchte aufzutreten als „wir sind gar nicht so böse, wie die Amerikaner“ (gerade die Grünen haben das gepusht). Habe dazu mal einen sehr guten Beitrag gelesen, weiß aber nicht mehr wo. Der Einsatz für ein „Selbstbestimmungsrecht“ der Völker, statt sich irgendwie globalen Verhältnissen anzuschließen, kann reaktionär bis faschistisch sein. Ein Umstand, der bei der Betrachtung bundesrepublikanischer Außenpolitik gerne übersehen wird. Vielleicht nicht von Linksradikalen, aber da äußern sich ja noch mehr „Linke“. Also Zustimmung zu: „5. Der Bruch mit der globalen Volksfront ist notwendig.“ Klar werden da die, die nie Teil der globalen Volksfront sind, gar nicht erst angesprochen.

Und zur Bewahrung des „Bürgerlichen“. Selbstverständlich besteht ein Zusammenhang zwischen bürgerlicher Gesellschaft und ihrer Aufhebung in Faschismus und Nationalsozialismus. Genauso besteht ein Zusammenhang zwischen ihr und Sozialismus/Kommunismus/Anarchismus/whatever. Trotzdem verstehe ich die AANO-These hier nicht so ganz.

Mein Deppenscore für Warnemünde liegt also vielleicht insgesamt eher so bei 10-12?

Frauen in Zombie-Filmen

Auf i09.com ist eine schöne Analyse von Frauen-Rollen in Zombie-Filmen und warum trotz deren Stärke immer Männer die Hauptrolle spielen.

It’s reflective of the world we live in. If the rage virus swept across America tomorrow, lots of survivors probably would defer to the most competent man left standing, even if Hillary Clinton (or Condoleezza Rice, for that matter) were right there, dusting off her tattered pantsuit. Zombie narratives are about how normal folks respond to disaster, how you and your neighbors and your coworkers might react in the direst of situations. That’s why they make such convenient vehicles for social commentary.

Ich liebe die Kotze

n arratives from Eva Becker on Vimeo.

Und ich weiß auch schon, dass ich mir ebenfalls Kausalitäten installieren lassen würde.