Piratinnen und andere Argumente gegen die Partei

Viele haben die Diskussion, um die Piratinnen mit dem Spruch „Klarmachen zum Gendern!“ schon mitbekommen. Maedchenmannschaft fasst den Prozess wunderbar zusammen und darauf wollte ich aufmerksam machen. Solidarität mit den Piratinnen! Piraten fail

Außerdem gibt’s noch ein Reihe anderer Argumente gegen diese Partei, die zeigen, warum sie nicht links oder emanzipatorisch ist. Vielmehr stimmt die Aussage des Bundesvorstands: „Wir sind eine bürgerliche Partei, denn wir sind für Bürgerrechte.“ Das ist zur aktuellen Zeit zwar fast schon einzigartig, aber eben noch kein gutes Argument für die Piraten-Partei.
Die folgende Liste der Argumente gegen sie ist nicht vollständig.

Eins vorweg: Bevor das wieder irgendwelche zum Anlass nehmen, zu lamentieren, dass ich ein falsches Bild von der Partei habe: Mir ist klar, dass das, worüber ich mich beschwere nicht im Programm steht, sondern oft das Gegenteil. Umso enttäuschender ist es, wenn sich dann doch prominente Mitglieder so äußern, oder „Einzelne“ so einen Blödsinn erzählen.

- Es ist eine Männerpartei (via danilola).

- Die Piratenpartei steht auf der Seite des „angry white mans“ (via adrianlang).

- In der Piratenpartei ist antisemitisches Gedankengut vorhanden und sie messen mit zweierlei Maß (via fix [your] masterboot record oder via piratenfrau). Zu den anderen ähnlichen Debatten (Thiesen) hab ich grad keinen Link.

- Die Piraten benutzen unpassende Nazi-Vergleiche (via indymedia linksunten) und muss erst langsam rausfinden, wer die Junge Freiheit ist. Zugegeben, fällt das eher in die Kategorie: unbedarft.

- „Wir sollten die Piraten jedenfalls nicht als Feinde ansehen, sie bezeichnen sich selbst eher als bürgerliche Partei.“ (via Junge Liberale Minden-Lübbecke)

- „zusätzlich macht es den Eindruck als wären die Piraten nur gegen Rechten Extremismus, dabei ist dieser Antidemokratisch ob nun von Links, Rechts oder Religionen…“ (via forum.piraten)
- Pressesprecher Simon Lang: „Wenn es eine Demo gegen die ANTIFA gäbe wäre ich genauso dabei wie bei einer Demo gegen die NPD.“ (via isquierda)

Und auch wenn es parteiintern Kritik für solche Aussagen gibt (wobei es weniger Kritik, als Solidarität mit Tauss und Thiesen gab), auch wenn in Dresden die ein oder andere Piraten-Fahne wehte: Die Piraten-Partei ist nicht links, bestenfalls kleinbürgerlich und im Zweifel unbedarft und ahnungslos.

Mehr Informationen:
- piratenwatch.blogsport.de (inzwischen eingestellt)
- Frauenpolitik ist egal (via mädchenblog)
- Überblick über Arbeitsschwerpunkte (via forum.piraten)
- Polit-Bookmarks des Bundesvorstands Seipenpusch (via piratenpartei.de)


4 Antworten auf „Piratinnen und andere Argumente gegen die Partei“


  1. 1 Entdinglichung 08. März 2010 um 14:43 Uhr

    finde Charakterisierungen wie „Reichspartei des deutschen IT-Mittelstandes“ auch durchaus passend

  2. 2 addicted 10. März 2010 um 11:33 Uhr

    Was ein Plakat! :D

  1. 1 Mit piratigen Grüßen » Blog Archive » Piratinnen – persönliche An- & Einsichten Pingback am 16. März 2010 um 15:38 Uhr
  2. 2 Piraten! – mal wieder richtig doof « Fortschritt wird gemacht Pingback am 26. Januar 2012 um 16:10 Uhr
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