Archiv für Februar 2010

JETPACKS!

Where is my Jetpack by Sizer

Hier ist es: (via nerdcore)

Industrielle Fertigung! Kostet zwar 50.000 Pfund, aber es geht los. Fragt sich nur, wofür das genutzt wird. Zivile Individual-Luftfahrt wirds wohl nicht überall geben, zwar braucht’s für das Teil keinen Pilotenschein, aber mindestens Verkehrsregeln.
…Was für eine Welt, wo Menschen fliegen können…

Der Ozean der Weisheit twittert

Der Dalai Lama, von einigen auch „Seine Heiligkeit“ genannt, führt ja immer wieder zum Austicken von Menschen, die bis dahin für vernünftig gehalten wurden.

Kurz festgehalten: Der Dalai Lama ist reaktionär, homophob, eklig und ein dämlich grinsender Greis.

People should hate Dali Lama, not like him.
Dali Lama is a symbol of surpression and slavery, not freedom and democracy. http://bit.ly/943tSe

Jetzt konnte ich bei basic thinking lesen, dass dieses Monster auch noch twittert. Ich habe nicht nur Angst vor tausenden Glückskeks-tweets, sondern auch davor, dass der Dalai Lama weiter Propaganda für die Glorifizierung des alten Tibets und des tibetischen Buddhismus machen kann.

Und auch wenn wir uns die Freunde des Dalai Lama anschauen, sollten wir wissen, dass wir dem Kerl nicht „followen“ sollten: zum Beispiel: Roland Koch, Heinrich Harrer oder Shoko Asahara.

Mehr Infos:
gottkoenig.de
4teiliger Radio-Beitrag „Wir sind Dalai Lama“ von Horst Pankow

Dann steigt aus den Trümmern der alten Gesellschaft…

fantastic illustrations

Die Eigentumsfrage und die Commons

Die Website keimform.de ist eine Bastion des ökonomischen Ansatzes der „peer economy“, der auf den Erfahrungen mit der Open-Source-Szene basiert.

Dass die gehörig auf Zack sind, zeigen sie auf Kongressen, wo sie zum Beispiel diesen Vortrag halten: Commons und Eigentum
Nicht nur dass der Eigentumsbegriff sehr gut dargestellt wird, es wird auch darüber nachgedacht, wie die Commons dann an dieser Stelle Verhältnisse verändern können. Der Vortrag endet zwar recht euphorisch, aber keimform liefert auch einen deutlich kritischere Betrachtung der Commons: Die überarbeitete Version einer marxistischen Analyse des „Commonismus“.

Alles in allem interessante zeitgemäße Betrachtungen, die noch kontroverser diskutiert werden dürften.

„Lebender Fortschrittsbeweis“ ?!?

Gays against GudioDie Frankfurter Rundschau fragt, ob Guido Westerwelle ein „lebender Fortschrittsbeweis“ sei (via) (&via) , schließlich sei er schwul und Außenminister. Selbstverständlich Quatsch, wie Wolfgang Müller, der Erfinder des „Gays against Guido“-Buttons.

Westerwelle würde seine Homosexualität verstecken und vor allem die Erfolge der Schwulenbewegung verleugnen. Dieser hätte er es aber zu verdanken, dass er relativ problemlos Vize-Kanzler werden konnte.
Müller sagt weiter, dass es aber eben auch nur Einzelpersonen sind, die es trotz ihrer „Abnormalität“ auf der sozialen Hierachieleiter weit nach oben schaffen: Eine Frau als Kanzlerin, ein Schwarzer als Präsident, etc. Es sei Ideologie und zwar die des „Neo-Individualliberalismus“ (Zungenbrecher_in), die uns ob dieser Erfolge Einzelner die strukturellen Diskriminerungen vergessen lassen.
Diese Ideologie verortet er aber nicht nur bei der FDP, sondern bei allen Parteien. Trotzdem hat er am Ende des Interviews noch eine schöne Spitze:

Wie die blau-gelbe Blaumeise, Parus caeruleus, kämpft die FDP zuallererst um ihr Überleben und das Fortkommen ihrer Brut. Das ist ihre eigentliche Ideologie.
Wolfgang Müller

Ein Fortschritt wäre es, wenn ein schwuler Außenminister die Schwulenbewegung in anderen Ländern unterstützen und sich weltweit gegen Diskriminierung aufgrund der Sexualität (und nicht nur männliche Homosexualität) einsetzen würde.
Nicht zu vergessen die Übergriffe, die es auch immer noch in der BRD gibt.

Was du über Genetik wissen musst

Lasst euch nicht von der (Neuro)wissenschaft verarschen!

1. Es gibt keinen (biologischen) Determinismus, zwar stecken Gene einen gewissen Rahmen für die Entwicklung eines Individuums, aber

2. die Entwicklung eines Individuums ist abhängig von Zeit und Raum. Gene haben zwar bestimmte Funktionen, wann aber welches Gen wie aktiv wird, hängt von bestimmten Faktoren ab, die auch durch die äußere Umwelt geprägt werden (und nicht nur Chemie).

3. Die wenigsten menschlichen Verhaltensweisen kommen aus der Steinzeit. Zwar wird immer wieder behauptet, dass bestimmte Handlungen uns bereits zu Urzeiten eingeimpft wurden, aber das ist vor allem für soziale Handlungen Quatsch! Reflexe ja, aber alles andere ist menschengemacht und hat auch was mit den tausenden Jahren Geschichte dazwischen zu tun.

4. Ob ein Mensch überlebt oder nicht, hat gesellschaftliche Ursachen, nicht biologische! Auch wenn es ganz im Interesse der Pharmaindustrie, der Krankenkassen und der Medizinökonomie ist, dass wir denken, dass unsere Gesundheit in unserer Hand liegt, da es ja in unseren Genen steckt, wie wahrscheinlich es ist, dass wir krank werden, hat das gesellschaftliche Ursachen, dass wir ein gesundheitliches Problem haben.
Wir müssen uns aber nicht mehr vor wilden Tieren und auch nur noch selten vor dem Wetter verstecken, vor allem nicht priviligierte West-EuropäerInnen!
Und wir haben auch keine Pflicht „zu funktionieren“ und uns „gesund“ im Sinne des Kapitals zu halten.

Die Umwelt prägt unsere Entwicklung und unser Leben und weniger die Gene. Nehmen wir diese „Umwelt“ selber in die Hand! Lasst uns Geschichte machen, Zukunft, Fortschritt, Emanzipation!

Das letzte Mal?

Start eines Space Shuttles bei Nacht - via NASAGestern wird leider nicht der letzte Nazi-Aufmarsch in Dresden gewesen sein, aber am 8. Februar 2010 legte die US-Raumfähre „Endeavour“ ihren letzten Start bei Nacht hin.
Das imposante Schauspiel gibt’s auch als Video, allerdings auch mit einigen eher unspektakulären Passagen, also ruhig ab und zu mal springen.

Astrodicticum Simplex wähnt das Ende der „bemannten“ Raumfahrt, da Obamas Regierung für das SpaceShuttle-Nachfolgeprogramm der NASA die Gelder gekürzt hat. Angeblich zu Gunsten von privaten Projekten, wie dem Spaceport America und Virgin Galactic (Bild unten). Unternehmen, die die kommerzielle Raumfahrt endlich auch für die Touristik erschließen wollen (und nicht nur für Satelliten).

Andere hoffen auf ein neues Weltraum-Wettrennen, wie das des Kalten Kriegs, nur dass diesmal China und Indien mit dabei sein sollen. Angeblich plant die Volksrepublik China den Bau einer eigenen Raumstation, da sie sich an der ISS nicht beteiligen durften.
Aber das steht wohl alles in den Sternen.

Spaceport America - pic via polkarobot